Bericht aus der Bundesvorstandssitzung vom 5. Oktober 2026

06.10.2026

UdVA-Bundesvorstand im Gespräch mit Franziska Hoppermann und Stephan Mayer

Zu einer intensiven Bundesvorstandssitzung ist die Union der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten (UdVA) am 5. Oktober 2026 in Berlin zusammengekommen. Unter Leitung des Bundesvorsitzenden Egon Primas diskutierten die Mitglieder des Bundesvorstandes mit hochrangigen Gesprächspartnern über aktuelle politische Anliegen und die weitere Arbeit der Vereinigung.


Als Gäste konnte unter anderem der Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV), Stephan Mayer MdB, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, sowie Knut Abraham MdB, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit, begrüßt werden. Im weiteren Verlauf der Sitzung nahm auch die neue Generalsekretärin der CDU Deutschlands, Franziska Hoppermann MdB, die Gelegenheit zu einem Austausch mit dem Bundesvorstand wahr.

Thematisch standen u.a. die Aufnahme von Spätaussiedlern und die rentenrechtlichen Anliegen von Aussiedlern und Spätaussiedlern im Fokus. Ausführlich erörtert wurde dabei auch die Situation nach der Schließung der Goethe-Institute in der Russischen Föderation und die Frage, wie die erforderlichen Sprachnachweise künftig verlässlich erbracht werden können. Im Hinblick auf die nach dem 31. Dezember 1992 geborenen deutschen Volkszugehörigen in den Aussiedlungsgebieten der ehemaligen Sowjetunion soll der Prüfauftrag im Koalitionsvertrag erfüllt und darüber hinaus möglichst eine tragfähige Zuzugsperspektive geschaffen werden.

Breiten Raum nahmen die aktuellen Haushaltsberatungen ein. Der Bundesvorstand bekräftigte seinen Einsatz für eine verlässliche Förderung der Kulturarbeit nach § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) sowie für die verständigungspolitische Arbeit. Auch die Zukunft der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen und des Garantiefonds Hochschule (GFH) der Otto Benecke Stiftung wurde angesprochen. Ein besonderer Blick galt der Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen im Jahr des 85. Jahrestages der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion.

Stephan Mayer berichtete zudem u.a. über die Weiterentwicklung der Stiftung Flucht, Vertreibung. Knut Abraham gab Einblicke in die deutsch-polnische Zusammenarbeit und unterstrich die Bedeutung grenzüberschreitender Projekte unter Einbeziehung der deutschen Minderheit.

Im Gespräch mit Franziska Hoppermann standen die Verankerung der UdVA in der CDU und die weitere Ansprache von Aussiedlern und Spätaussiedlern im Vordergrund. Dabei soll es auch gelten, die Chancen des Arbeitskreises „Netzwerk Deutsche aus Russland und Aussiedler“ weiter zu nutzen.

Die Sitzung war von einer offenen und arbeitsorientierten Atmosphäre geprägt. Deutlich wurde der gemeinsame Wille, die im Koalitionsvertrag und in den Programmen der Union verankerten Vorhaben nun Schritt für Schritt voranzubringen und für konkrete Verbesserungen bei den Menschen zu sorgen.