Unsere Arbeit

Die UdVA vertritt die besonderen Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen und ihrer Nachkommen. Aus ihrer historischen Erfahrung erwächst für uns zugleich ein Auftrag, der über das eigene Schicksal hinausweist: Vertreibung darf nirgendwo zu einem Mittel der Politik werden.

Wir setzen uns deshalb für die weitere völkerrechtliche Ächtung von Vertreibungen und für die Anerkennung des Rechts auf die Heimat ein. Menschen sollen vor gewaltsamer Entwurzelung geschützt sein und nicht wegen ihrer Herkunft, Sprache, Religion oder Zugehörigkeit aus ihrer Heimat verdrängt werden dürfen.

Wo Vertreibungen stattfinden, müssen die damit verbundenen schweren Menschenrechtsverletzungen aufgeklärt und Verantwortliche nach den Maßstäben des nationalen und internationalen Rechts zur Rechenschaft gezogen werden. Vertreibung darf kein Weg sein, durch Gewalt dauerhaft politische oder ethnische Tatsachen zu schaffen.

Zu einer gerechten Aufarbeitung gehört auch, die Folgen von Vertreibung in den Blick zu nehmen. Rückkehr, Wiederherstellung verletzter Rechte, Entschädigung und andere Formen der Wiedergutmachung können – abhängig von den Umständen des jeweiligen Falles – dazu beitragen, erlittenes Unrecht anzuerkennen und seine Folgen zu mindern.

Für uns gehören deshalb Erinnerung und Menschenrechtspolitik zusammen. Wer das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen bewahrt, muss zugleich dafür eintreten, dass Vertreibung, Enteignung, Folter, sexualisierte Gewalt und andere schwere Menschenrechtsverletzungen auch gegenüber anderen Menschen nicht hingenommen werden.