Die Folgen der SED-Diktatur wirken für viele Betroffene bis heute fort. Politische Haft und Misshandlungen, Zersetzungsmaßnahmen des Ministeriums für Staatssicherheit, Zwangsaussiedlungen aus dem Grenzgebiet, politisch verhinderte Bildungs- und Berufswege oder das staatlich organisierte Doping im DDR-Leistungssport haben Menschen körperlich, seelisch und wirtschaftlich geschädigt.
Die UdVA setzt sich dafür ein, dieses Unrecht weiter aufzuarbeiten und die Betroffenen angemessen anzuerkennen und zu unterstützen. Dazu gehören wirksame Möglichkeiten der Rehabilitierung und Entschädigung ebenso wie eine faire Anerkennung verfolgungsbedingter gesundheitlicher Schäden. Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist diese Aufgabe nicht abgeschlossen.
Die UdVA steht dabei in der Tradition der früheren Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU. Zu ihrem politischen Selbstverständnis gehörte neben der Vertretung der Heimatvertriebenen immer auch das Eintreten für die Deutschen in der DDR, für Freiheit, Demokratie und die deutsche Einheit. Diese Verantwortung führen wir fort.
Wir halten Kontakt zu Verbänden und Organisationen der Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft, nehmen ihre Anliegen auf und bringen sie in CDU und CSU sowie in die politische Debatte ein. Zugleich begleiten wir die Arbeit der Einrichtungen, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen widmen.
Ein besonderes Anliegen ist uns die historische und politische Bildung. Junge Menschen sollen erfahren, wie die SED-Diktatur funktionierte, wie sie Freiheit und Selbstbestimmung beschränkte und welche Folgen politische Verfolgung für die Betroffenen hatte. Dazu gehören ebenso der Volksaufstand vom 17. Juni 1953, Mauer und innerdeutsches Grenzregime wie die Friedliche Revolution von 1989.
Eine freiheitliche Demokratie muss sich ihrer Geschichte stellen. Deshalb treten wir jeder Verharmlosung der SED-Diktatur und kommunistischen Gewaltherrschaft entgegen – unabhängig davon, aus welcher politischen Richtung sie kommt.

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