Der Bundesvorsitzende der Union der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU und CSU (UdVA), Egon Primas, nahm an der traditionellen Wallfahrt der nationalen und ethnischen Minderheiten auf den St. Annaberg teil. Hunderte Gläubige, Vertreter nationaler und ethnischer Minderheiten, Geistliche, Kommunalpolitiker sowie Gäste aus Polen und Deutschland kamen auf dem Heiligen Berg Schlesiens zusammen.
Höhepunkt war die feierliche Heilige Messe an der Lourdes-Grotte, die vom Oppelner Bischof Andrzej Czaja zelebriert wurde. In seiner zweisprachigen Predigt erinnerte der Bischof daran, dass gelebter Glaube untrennbar mit Barmherzigkeit, Mitgefühl und Verantwortung füreinander verbunden ist.
Im Anschluss nutzte Egon Primas die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen, unter anderem mit dem Deutschen Botschafter in Polen, Miguel Berger, dem Vorsitzenden des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), Rafał Bartek, sowie Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Minderheit und weiterer nationaler und ethnischer Minderheiten. Dabei übermittelte Primas Grüße und der UdVA, der CDU sowie im Auftrag des Präsidiums des Bundes der Vertriebenen.
Besondere Bedeutung erhielt die Wallfahrt auch durch den Blick auf den 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Der St. Annaberg wurde dabei erneut als Ort sichtbar, an dem Glaube, Erinnerung, Sprache und Kultur zusammenkommen und nationale Minderheiten ihre wichtige Brückenfunktion zwischen den Völkern leben.
„Die Wallfahrt auf den St. Annaberg zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Sprache, Kultur, Glaube und Heimatverbundenheit bis heute getragen und weitergegeben werden. Gerade die deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Osteuropa sind wichtige Brückenbauer für Versöhnung, Verständigung und ein geeintes Europa“, erklärte Primas.
Die UdVA bekräftigt ihre enge Verbundenheit mit den deutschen Minderheiten in den Heimat- und Siedlungsgebieten und darüber hinaus. Ihr Einsatz für Muttersprache, Kultur, religiöse Traditionen, Bildung und grenzüberschreitenden Dialog bleibt ein zentrales Anliegen christdemokratischer Vertriebenen-, Aussiedler- und Minderheitenpolitik.



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